Stadt tut viel für die Feuerwehren

21. April 2013 | Von | Kategorie: Regional

Feuerwehr LogoBedarf- und Entwicklungsplan ohne „wenn und aber“ von den Stadtverordneten genehmigt

MdL Mario Döweling aktiver Feuerwehrmann und Bindeglied zur Landesregierung

KIRTORF-WAHLEN (bl) – Stolz auf seine Kirtorfer Feuerwehren ist Stadtbrandinspektor Heino Becker. Sie sind mit den erforderlichen Geräten ausgestattet. Neu angeschafft wurde ein Rettungssatz aber auch die Gerätehäuser erhielten Anbauten oder wurden saniert. Er dankte aber auch den Wehrführern und Gerätewarten für die gute Arbeit die sie geleistet haben. Im letzten Jahr sei wieder der Bedarfs- und Entwicklungsplan gemeinsam erarbeitet worden. Dieser zeigt den Sollbestand auf und was nötig ist um die ihnen gestellten Aufgaben bewältigen zu können. Sie haben hier einen guten Job gemacht. Dieser Plan müsse alle fünf Jahre neu vorgelegt werden. Es ist erfreulich dass alles abgearbeitet wurde, so wie es den Vorgaben entspricht. Es finde eine sehr gute Zusammenarbeit statt. Der Plan wurde auch von den Stadtverordneten „ohne wenn und aber genehmigt. Hierfür dankte er auch den Bürgermeister Ulrich Künz.

In den sieben Feuerwehren der Großgemeinde Kirtorf sind 201 Personen aktiv, hierunter sind auch 19 Frauen. Trotz allem aber sei ein leichter zu verzeichnen gewesen. Trotz allem aber leisteten sie gute allgemeine Hilfe für die Stadt.

Damit sie auch immer gut ausgebildet sind besuchten 30 Feuerwehrangehörige 33 verschiedene Lehrgänge.

IMGP9562 alle Geehrten, Ausgezeichneten  und BeförderungEbenfalls war auch ein Rückgang bei den Einsatzzahlen zu verzeichnen gewesen. Es mussten 65 Einsätze von den Wehren gefahren werden, dies waren rund 20 weniger als in dem Jahr zuvor. Hierbei handelte es sich um 19 Brandeinsätze, wobei es vier Großbrände waren. 33 Hilfeleistungen verschiedener Art mussten ebenfalls abgearbeitet werden. Hinzu kommen noch weitere Brandschutzaufklärung und Brandschutzerziehung sowie eine Alarmübung in dem Kirtorfer Seniorenheim. Stolz war Stadtbrandinspektor Becker auf die sehr guten Ausrückzeiten. Im Schnitt liegen sie bei zweieinhalb Minuten.

Insgesamt wurden von den 560 eingesetzten Kräften 900 Stunden geleistet. Hinzu kommen noch rund 800 Stunden für Lehrgänge und Ausbildung. Insgesamt haben sie somit rund 4000 Stunden für den Dienst am Nächsten ehrenamtlich erbracht. Hinzu kommen allerding noch ca. 250 Stunden für die Verwaltung mit dem Florix, der Datenerfassung.

Ein weiteres Thema von Heino Becker war der schon seit Jahren diskutierte Digitalfunk. Dieser funktioniert immer noch nicht, da es noch Probleme mit den Geräten gibt. Außerdem ist das Gebiet noch nicht vollständig mit den neuen hierfür benötigten Funkmasten erschlossen. Es sei daher richtig, dass zunächst nur ein kleiner Teil der Fahrzeug diese neuen Geräte erhalten. Trotz allem aber sollen die altbekannten Funkgeräte noch in den Fahrzeugen bleiben.

Der Abwärtstrend in den Jugendfeuerwehren sei nicht aufzuhalten teilte Stadtjugendfeuerwehrwart Udo Brosig mit. Leider sind die Feuerwehr nicht mehr die Nummer 1. Um die Arbeiten in den Jugendfeuerwehren bewältigen zu können fanden sechs Sitzungen statt wo über die Aktivitäten sowie dem Entgegenwirken der fehlenden Nachwuchses gesprochen wurde. Heute sind 41 Jugendliche in der Stadt in den Jugendfeuerwehren, darunter 17 Mädchen. Viele Jugendliche haben die Jugendfeuerwehr vorzeitig entlassen und konnte deshalb nicht in die Einsatzabteilungen übernommen werden. Ein kleiner Lichtblick war daß wieder elf Jugendliche für die Jugendfeuerwehr begeistert werden konnten.

Aus der Bambini-Feuerwehr die in Heimertshausen existiert konnten drei Kinder in die Jugendfeuerwehr übernommen werden. Hierfür und für die viele Arbeit die sie sich mit den Kindern machten, dankte er den Betreuerinnen. Es wurden 75 Stunden Feuerwehrtechnische Ausbildung sowie 90 Stunden Allgemeine Ausbildung geleistet. Hinzu kommen noch rund 310 Stunden für die Vor- und Nachbereitung.

Die Jugendfeuerwehren beteiligten sich unter anderem auch an der Sammelaktion „Sauberhaftes Hessen“ Weiterhin fand ein Aktionstag statt, der jährlich stattfindet. Sieger dieses Tages war wieder die Jugendfeuerwehr aus dem Stadtteil Lehrbach. Die Jugendlichen von Kirtorf und Lehrbach absolvierten noch einen „Berufsfeuerwehrtag“. Auch eine Weihnachtsfeier wurde begangen. Der nächste Aktionstag findet in Kirtorf statt.

Der Vorsitzende der Ehren- und Altersabteilung, Manfred Cloos gab den Bericht für diese Abteilung. So fand auf Stadtebene ein gemütlicher Nachmittag in Gleimenhain statt. Hierfür dankte er der Wehr und den Helfern für das gute Gelingen.

Weiterhin beteiligten sie sich an der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Kirtorf. Auf Kreisebene fand für die Ehren- und Altersabteilung eine Fahr nach Bad Homburg statt. Auch an den verschiedenen Feuerwehrfesten in der Großgemeinde Kirtorf haben sie sich in großer Zahl beteiligt. Das Sommerfest war in Kirtorf gewesen.

Seit Jahren fand wieder einmal öffentlich die Ernennung und Vereidigung zum Ehrenbeamten statt. Zu Ehrenbeamten wurden Wehrführer Sebastian Otto, Stellvertreter Christian Faust (Lehrbach),. Der stellvertretende Wehrführer Marco Schneider (Kirtorf-Mitte), sowie der Wehrführer Ulrich Köhler und sein Stellvertreter Mark Hering (Heimertshausen) ernannt.

Bevor jedoch Bürgermeister Ulrich Künz die Ernennung und Vereidigung vornahm ergriff er noch das Wort. Er dankte den Einsatzkräften für den ehrenamtlichen Einsatz. Das Interesse an dem Feuerwehrwesen sei in der Großgemeinde Kirtorf noch ausgeprägt. Auch er ging auf die gute Aufstellung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes ein. Er stellte fest, dass sich die Wehren der Großgemeinde Kirtorf auf einem guten Stand befinden. Er dankte auch den Stadtverordneten für die Einsicht hierfür die benötigten Mittel bereit zu stellen. Als etwas besonderes bezeichnete der Bürgermeister, einen Landtagsabgeordneten, Mario Döweling, als aktiven Feuerwehrmann in seinen Reihen zu haben. Er könne den Landtag vermitteln, dass zwischen den Wehren in den Städten und den Gemeinden auf den ländlichen Gebiet ein Unterschied sei. Ferner könne er ihnen auch bei bestimmten Sachen helfen. Nach diesen Ausführungen nahm er dann die Ernennungen und Vereidigung vor. Weiterhin konnte er auch noch Julian Schneider zum Löschmeister befördern.

Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl teilte mit, dass er gerne zu den Feuerwehren kommen, nicht nur rein dienstlich sondern auch privat, da er begeistert sei was dort so alles läuft. Die Feuerwehren sollten bei der Mitgliederwerbung verstärkt darauf hinweisen dass sie, die Feuerwehren, etwas anderes seien als die anderen Vereine. Die Ziele und Interessen bei den Feuerwehren sei nicht nur Spaß und Freude, sondern sie helfen den Nächsten wenn Gefahr für sie besteht. Dies könne nicht hoch genug angerechnet werden. Schon des Öfteren sei deutlich geworden, dass auch in Zukunft die Stadtteilfeuerwehren und Dorffeuerwehren weiterhin bestehen bleiben müssen. Sie leisteten die ersten entscheidenden Schritte ein um noch schlimmeres zu verhindern. Auch die Kameradschaft funktioniere gut.

IMGP9559 GeehrteNun zeichnete er langjährig verdiente Feuerwehrmänner mit dem Brandschutzehrenzeichen am Bande aus. Diese Auszeichnung in Silber, für 25 Jahre erhielten Andreas Mest, Ralf Mest (Arnshain), Alexander Lenz (Lehrbach), Michael Dörr (Wahlen). Für 40 Jahre erhielten diese Auszeichnung Reiner Döring (Arnshain) und Wolfgang Schönhals (Lehrbach).

Nun konnte Stadtbrandinspektor Heino Becker sowie Bürgermeister Ulrich Künz die Anerkennungsprämien an langjährige aktive Feuerwehrleute überreichen. Für zehn Jahre erhielt Mario Döweling, für 20 Jahre Sascha Zarges-Graf, Blenk Torsten, für 30 Jahre Martin Weiß, Dieter Günther, Ulrich Köhler, Hubert Fröhlich, Karl-Heinz Naumann, für 40 Jahre Gerhard Immel, Gerhard Dietz, Rainer Grein, Friedrich Wilhelm Hering, Klaus Zarges-Graf und Dieter Ruppert die Anerkennungsprämie.

Grußwort der Gäste:

Als eine interessante und gute Übung bei der genug geleistet worden sei berichtete MdL Mario Döweling, der selbst aktiv hierbei mitwirkte. Es ist gut das die Feuerwehren üben und immer für den Ernstfall gerüstet seien. Vor allem sei es auch wichtig bei besonderen Gebäuden, Firmen oder Einrichtungen die örtlichen Begebenheiten zu kennen. Die hessischen Feuerwehren seien ein Erfolgsmodell. Vor einiger Zeit sei eine ausländische Delegation in Hessen gewesen und habe verschiedene Feuerwehren besichtigt, da sie ihre Feuerwehren nach einer Brandkatastrophe neu organisieren und umstellen wollen. Auf den Digitalfunk eingehend sagte Döweling dass die Stadt gut beraten sei diesen Stück für Stück vorzunehmen. Um die Diskussionen der Anerkennungsprämie sagte er, dass diese nur eine symbolische Anerkennung sei.

Es sei gut einen MdL als aktiven Feuerwehrmann zu haben sagte Kreisbrandinspektor Werner Rinke, da man mit ihm besser diskutieren könne. Dies sei auch gut für den Kreisfeuerwehrverband wenn es um Ausstattung und Zuwendungen gehe. Ein Landtagsabgeordneter als aktiver Feuerwehrmann sei wohl einmalig in der Geschichte.

Rinke beglückwünschte auch die Geehrten und Beförderten. Es werde heute immer schwerer junge Leute für die Ausbildung in den Feuerwehren zu gewinnen. Dies liege unter anderem daran, dass die Arbeitgeber nicht mehr so bereit sind diese für die Feuerwehren frei zustellen und vor allem aber auch durch die geänderten Öffnungszeiten sei es schwerer geworden Lehrgänge so zu legen, dass sie daran teilnehmen können. Dies sei allerdings nicht nur in der freien Wirtschaft so, sondern jetzt würden sogar auch manche Behörden die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute erschweren. So sei es fast nur noch möglich Lehrgänge zu besuchen, wenn sie dafür ihren Urlaub opferten.

Das digitale Funknetz sei im Vogelsbergkreis zu etwa 80 Prozent ausgebaut worden. Es laufe derzeit eine interne Testphase. Die Feuerwehren und die Städte und Gemeinden sollten nicht übereifrig sein die alten Geräte auszubauen und zu verkaufen. Bis dies soweit ist, gingen bestimmt noch Jahre ins Land. Allerdings müsse die Ausbildung hierfür schon frühzeitig beginnen, da über 5000 Angehörige ausgebildet werden müssten.

Damit der Brandschutz auch weiterhin gesichert werde müsste die Politik Voraussetzungen für das Ehrenamt schaffen. Dies betreffe nicht nur die Firmen, sondern auch die Behörden.

IMGP9561 BeförderungZum Abschluß überreichte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Werner Rinke, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Hans Jürgen Kohl das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Silber an Helmut Geißel.

 

 

Bildunterschriften

   alle geehrten, ausgezeichneten und beförderten Mitglieder#

     Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold wurde Wolfgang Schönhals (Lehrbach)  und in Silber Michael Dörr (Wahlen) und Ralf Mest (Arnhain) ausgezeichnet. Unser Bild zeigt von links Stadtbrandinspektor Heino Becker, Kreisbrandinspektor Werner Rinke, Andreas Mest, Michael Dörr, Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl, Wolfgang Schönhals und Bürgermeister Ulrich Künz

3      Mit dem Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes wurde Helmut Geißel ausgezeichnet. Von links der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Hans Jürgen Kohl, Bürgermeister Ulrich Künz, der ausgezeichnete Helmut Geißel, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Werner Rinke und Stadtbrandinspektor Heino Becker