Neunmonatsresultate belegen starke Entwicklung im dritten Quartal – Ausblick 2015 bestätigt

13. November 2015 | Von | Kategorie: Gesundheit, Wirtschaft

Wichtiges in Kürze

Konzernumsatz nimmt um 3 Prozent zu – bereinigt +6 Prozent Umsatzanstieg in Zentraleuropa (+5 Prozent), Asien/Pazifik & MENA, (+62 Prozent), CIS/Osteuropa in Lokalwährung (+16 Prozent) – Russland in Lokalwährung (+18 Prozent) – Deutschland (+1 Prozent) Bereinigtes EBITDA reduziert sich um 7 Prozent Bereinigter Konzerngewinn um 7 Prozent rückläufig Ausblick 2015 bestätigt

Stada LogoBAD VILBEL – In den ersten neun Monaten 2015 erzielte der STADA-Konzern in den beiden Marktregionen Zentraleuropa sowie Asien/Pazifik & MENA erfreuliche Umsatzsteigerungen. In der Marktregion CIS/Osteuropa sah sich STADA zwar weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert, konnte jedoch in Lokalwährung ebenfalls einen Umsatzanstieg erreichen. An einmaligen Sondereffekten fielen im Zusammenhang mit ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Kursaufwendungen infolge eines schwachen russischen Rubel, einer stark abwertenden ukrainischen Griwna und eines außerordentlich schwachen kasachischen Tenge insgesamt 13,7 Millionen Euro vor beziehungsweise 13,6 Millionen Euro nach Steuern an.

„Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf von STADA in den ersten neun Monaten 2015 zufrieden. Ungeachtet weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen in der Marktregion CIS/Osteuropa waren die Ertragskennzahlen auch wegen einer robusten Entwicklung in den übrigen Marktregionen weniger stark rückläufig als ursprünglich von uns erwartet“, äußert sich Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender der STADA Arzneimittel AG.

Umsatzentwicklung Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2015 um 3 Prozent auf 1.533,5 Millionen Euro (1-9/2014: 1.482,7 Millionen Euro).

Der Umsatz des Kernsegments Generika wies im Berichtszeitraum einen leichten Anstieg von 1 Prozent auf 896,2 Millionen Euro auf (1-9/2014: 884,2 Millionen Euro). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf ein starkes Umsatzwachstum der deutschen Tochtergesellschaft ALIUD PHARMA GmbH sowie auf einen deutlichen Umsatzzuwachs der britischen, spanischen, niederländischen und vietnamesischen Gesellschaften zurückzuführen. Eine gegenläufige Entwicklung verzeichneten die Generika-Umsätze im zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden russischen Markt in Euro sowie im zu der Marktregion Zentraleuropa gehörenden belgischen Markt. Generika trugen 58,4 Prozent zum Konzernumsatz bei (1-9/2014: 59,6 Prozent). Der Umsatz des Kernsegments Markenprodukte zeigte im Berichtszeitraum eine Steigerung von 7 Prozent auf 605,3 Millionen Euro (1-9/2014: 565,8 Millionen Euro). Der Zuwachs basierte maßgeblich auf der positiven Entwicklung in Großbritannien und Vietnam. Gegenläufig entwickelte sich der Umsatz der Markenprodukte im zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden russischen Markt in Euro. Markenprodukte leisteten einen Beitrag von 39,5 Prozent zum Konzernumsatz (1-9/2014: 38,2 Prozent).

Ertragsentwicklung Die Ertragskennzahlen waren im Berichtszeitraum ausgewiesen wie auch bereinigt rückläufig. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf negative Währungseffekte aus der deutlichen Schwäche des russischen Rubel sowie der starken Abwertung der ukrainischen Griwna und des kasachischen Tenge zurückzuführen.

Das ausgewiesene operative Ergebnis war im Berichtszeitraum um 3 Prozent auf 179,8 Millionen Euro rückläufig (1-9/2014: 185,5 Millionen Euro). Das ausgewiesene EBITDA verringerte sich um 4 Prozent auf 281,2 Millionen Euro (1-9/2014: 293,6 Millionen Euro). Der ausgewiesene Konzerngewinn zeigte einen Rückgang von 9 Prozent auf 89,9 Millionen Euro (1-9/2014: 99,1 Millionen Euro).

Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten nahm das bereinigte operative Ergebnis in den ersten neun Monaten 2015 um 6 Prozent auf 217,8 Millionen Euro ab (1-9/2014: 232,6 Millionen Euro). Das bereinigte EBITDA reduzierte sich um 7 Prozent auf 293,8 Millionen Euro (1-9/2014: 316,2 Millionen Euro). Der bereinigte Konzerngewinn ging um 7 Prozent auf 126,9 Millionen Euro zurück (1-9/2014: 136,1 Millionen Euro).

Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA lag im Berichtszeitraum bei linearer Hochrechnung des bereinigten EBITDA der ersten drei Quartale 2015 auf Jahresbasis bei 3,4 (1-9/2014: 3,4).

Entwicklung der Marktregionen Die Entwicklung der vier STADA-Marktregionen sah wie folgt aus:

In der Marktregion Zentraleuropa wies der Umsatz in den ersten neun Monaten 2015 – bei unterschiedlicher Entwicklung der zugehörigen Länder – einen Zuwachs von 5 Prozent auf 728,2 Millionen Euro auf (1-9/2014: 691,0 Millionen Euro). Während die Umsätze in Großbritannien, Spanien und Italien gesteigert werden konnten, reduzierten sich die Umsätze in Belgien und Frankreich. Angesichts einer sich abzeichnenden Volumensteigerung im vierten Quartal 2015 geht STADA davon aus, dass sich der im belgischen Markt in den ersten neun Monaten 2015 erfolgte deutliche Umsatzrückgang im Generika-Segment für das Gesamtjahr abschwächen wird. Die in der Marktregion Zentraleuropa erzielten Umsätze hatten einen Anteil von 47,5 Prozent am Konzernumsatz (1-9/2014: 46,6 Prozent).

In der Marktregion CIS/Osteuropa erhöhte sich der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2015 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 16 Prozent. Angesichts negativer Währungseffekte wies der Umsatz in Euro einen Rückgang von 8 Prozent auf 353,6 Millionen Euro auf (1-9/2014: 384,2 Millionen Euro). Die Umsätze, die in dieser Marktregion erreicht wurden, hatten einen Anteil von 23,0 Prozent am Konzernumsatz (1-9/2014: 25,9 Prozent). In Russland stieg der Umsatz in der Berichtsperiode bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 18 Prozent. Auf Grund eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel ging der Umsatz in Euro um 14 Prozent auf 202,4 Millionen Euro zurück (1-9/2014: 236,1 Millionen Euro). Während sich der Umsatz im ersten Quartal 2015 in Lokalwährung jedoch noch um 21 Prozent reduziert hatte, verzeichnete er im zweiten Quartal einen Anstieg von 18 Prozent und im dritten Quartal eine Steigerung von 60 Prozent. Diese Entwicklung konnte ungeachtet einer unveränderten Kaufzurückhaltung der Endverbraucher erzielt werden, mit denen rund 93 Prozent der russischen STADA-Umsätze realisiert werden. Neben einer niedrigen Vergleichsbasis im entsprechenden Vorjahreszeitraum basierte die Entwicklung im russischen Markt insbesondere auf der Faktura von hohen Saisonaufträgen, die dazu dienten, die strategische Wettbewerbsposition in den Distributionskanälen zu festigen und weiter auszubauen. In Serbien nahm der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse leicht um 1 Prozent zu. Angesichts eines negativen Währungseffekts des serbischen Dinar reduzierte sich der Umsatz in Euro um 2 Prozent auf 66,3 Millionen Euro (1-9/2014: 67,9 Millionen Euro).

In der Marktregion Deutschland nahm der Umsatz im Berichtszeitraum leicht um 1 Prozent auf 345,0 Millionen Euro zu (1-9/2014: 341,6 Millionen Euro). Diese Entwicklung wurde ungeachtet dessen erzielt, dass die Exportaktivitäten in die MENA-Region auf Grund der zum 1. Januar 2015 erfolgten Zusammenfassung der Aktivitäten der MENA-Region mit der bisherigen Marktregion Asien & Pazifik nicht mehr in der Marktregion Deutschland ausgewiesen werden. Insgesamt trug die Marktregion Deutschland 22,5 Prozent zum Konzernumsatz bei (1-9/2014: 23,0 Prozent).

In der Marktregion Asien/Pazifik & MENA zeigte der Umsatz im Berichtszeitraum ein Wachstum von 62 Prozent auf 106,8 Millionen Euro (1-9/2014: 66,0 Millionen Euro). Diese Entwicklung basierte maßgeblich auf einer Steigerung in Vietnam. Dort konnte der Umsatz ungeachtet eines erhöhten Preisdrucks durch Zugewinne in lokalen Ausschreibungsverfahren gesteigert werden. Darüber hinaus war die Umsatzzunahme auf die Zusammenfassung der bisherigen Marktregion Asien & Pazifik mit den Aktivitäten der MENA-Region zurückzuführen. Der Umsatzbeitrag dieser Marktregion zum Konzernumsatz lag bei 7,0 Prozent (1-9/2014: 4,5 Prozent).

Entwicklung Cashflow Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag in den ersten drei Quartalen 2015 bei 137,7 Millionen Euro (1-9/2014: 123,8 Millionen Euro). Der Free Cashflow betrug 10,6 Millionen Euro (1-9/2014: -62,9 Millionen Euro). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen beziehungsweise Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag bei 68,6 Millionen Euro (1-9/2014: 75,6 Millionen Euro).

Entwicklung, Produktion und Beschaffung Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 47,9 Millionen Euro (1-9/2014: 44,4 Millionen Euro). Insgesamt führte STADA im Berichtszeitraum weltweit 405 einzelne Produkte ein (1-9/2014: 459 Produkteinführungen).

Ausblick Im laufenden Geschäftsjahr ist der Konzern insbesondere auf Grund der anhaltenden CIS-Krise mit sehr schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. Angesichts dessen geht der Vorstand beim Ausblick für 2015 davon aus, bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz ein leichtes Wachstum erzielen zu können. Auf Grund der Entwicklung des russischen Rubel und gestiegener Risiken im Zusammenhang mit der Konsumentenstimmung sowie der allgemeinen Marktlage erwartet er jedoch einen rückläufigen Gewinnbeitrag aus Russland. Unter Einbeziehung dieser Entwicklungen und auf Basis der Währungsrelationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des vorläufigen Ausblicks rechnet der Vorstand beim bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn mit einem deutlichen Rückgang. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA erwartet der Vorstand in 2015 ein Niveau von nahezu 3.

Über die STADA Arzneimittel AG Die STADA Arzneimittel AG ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz im hessischen Bad Vilbel. STADA setzt konsequent auf eine Mehrsäulenstrategie aus Generika und Markenprodukten (OTC) bei zunehmend internationaler Marktausrichtung. Der Konzern ist Deutschlands einziger unabhängiger Generika-Hersteller. STADA ist weltweit mit rund 50 Vertriebsgesellschaften in mehr als 30 Ländern vertreten. Markenprodukte wie Grippostad und Ladival zählen in Deutschland zu den meistverkauften ihrer Produktkategorie. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte STADA einen Konzernumsatz von 2.062,2 Millionen Euro, ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 431,9 Millionen Euro und einen bereinigten Konzerngewinn von 186,2 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte STADA weltweit 10.363 Mitarbeiter.